Der Beruf des Beraters – Die perfekte Unterstützung für Unternehmen

Entscheidungen, Expertise, Erfolg. Der Beruf des Beraters gilt als äußerst anspruchsvoll und begehrenswert. Doch was genau macht einen erfolgreichen Berater aus?

Was ist ein Berater?

Der Beruf des Beraters, oder auf Neudeutsch des Consultants, besteht darin ein Unternehmen und damit den Kunden bei einem gewissen Thema oder einer Problemstellung zu unterstützen. Um bestmöglich auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen zu können, verlangt der Beruf eine große Anpassungsfähigkeit ab. Diese wird durch hohe Methodenkompetenz und Expertise gewährleistet. Ein Unternehmensberater kann verschiedene Studienhintergründe aufweisen und ist branchenübergreifend tätig. So gelingt es ihm, durch individuelle Prozessverbesserungen den Erfolg der Kunden nachhaltig zu steigern. Um das Projektteam optimal zu unterstützen und komplexe Projekte erfolgreich umsetzen zu können, macht sich der Berater sein Expertenwissen zu Nutze. Hierbei ist zu beachten, dass der Berater kein internes Mitglied des Projektteams ist, sondern dieses mit einer unabhängigen Sichtweise auf die Thematik berät.

Es wird zwischen verschiedenen Beratungsschwerpunkten unterschieden:

  • Strategieberatung
  • Organisations- und Prozessberatung
  • IT-Beratung
  • Ingenieur-Dienstleistungen
Zitat eines Beraters zu seinem Beruf

Wo sind Berater tätig?

Klassischerweise ist ein Berater in einem Beratungsunternehmen tätig, welches verschiedene Branchen von IT bis zur Pharmazie abdeckt. Es ist zudem möglich, sich mit dem Beruf des Beraters selbstständig zu machen. Jedoch ist es hierbei ratsam, sich auf ein Thema zu spezialisieren. Grund hierfür ist, dass es als Einzelperson schwieriger ist, das gleiche Niveau an Methodenkompetenz und Anpassungsfähigkeit wie ein Team zu erreichen.
Heutzutage gibt es zusätzlich die Möglichkeit der sogenannten „Inhouse-Beratung“. Bei dieser Form des Berufs sind die Berater fest bei einem Unternehmen angestellt und ausschließlich für die interne Beratung dieser Firma zuständig.

Bedeutsame Beratungsbranchen bei Pielen & Partner

„Die Arbeit eines Beraters gleicht nicht dem Dienst nach Vorschrift, sondern ist eine ständige Suche nach Verbesserung in Prozessabläufen.“

Johannes Fortner

Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Berater?

Laut der Branchenstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt“ des BDU ist weiterhin eine ansteigende Nachfrage nach qualifizierten Beratern erkennbar, deshalb sehen die Berufschancen für Berater generell sehr gut aus. In dem Beruf gibt es verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, die insbesondere im Hinblick auf die Verantwortung stark variieren.
Der Karriereeinstieg erfolgt in der Regel als Junior Consultant. Dieser unterstützt seine Vorgesetzten bei Beratungsprojekten, beispielsweise bei der Optimierung von Geschäftsmodellen oder der Analyse von aktuellen Trends und Technologien. Nach zwei bis drei Jahren steigt der Junior Consultant meist zum Consultant auf, der die alleinige Verantwortung für ein Projekt trägt. Die nächste Karrierestufe ist die des Senior Consultant. Dieser ist für mehrere Projekte und Kunden gleichzeitig verantwortlich.
An der Spitze des Beratungsunternehmens steht der Partner. Dieser akquiriert neue Projekte, trägt die Verantwortung für einen Expertenbereich oder eine Kundengruppe und hat unmittelbaren Einfluss auf das Unternehmen.

Dies ist in der Theorie die typische Karriereleiter, die ein Berater durchläuft. Jedoch legen viele Unternehmen, wie auch Pielen & Partner, großen Wert darauf, dass die Hierarchien möglichst flach gehalten werden und es somit nur Unterscheidungen zwischen Beratern und Partnern gibt.

Wie sieht der Alltag eines Beraters bei Pielen & Partner aus?

Der Beruf des Beraters wird besonders dadurch geprägt, wie abwechslungsreich er ist. Da kein Tag dem anderen gleicht, hat ein Berater keinen einheitlichen Alltag. Ein Berater sollte stets flexibel auf Kundenanfragen eingehen, deshalb kann sich die Ausgangssituation des Tages ständig ändern. Hierfür ist es wichtig ein gutes Selbstmanagement aufzuweisen und effizient mit klaren Priorisierungen zu arbeiten. Um für den Kunden eine hohe und gute Qualität zu gewährleisten, ist die Erfahrung und die Detailarbeit des Beraters gefragt.

Tägliche Aufgaben eines Beraters:

  • Tag bzw. Woche planen und Meetings vorbereiten
  • Meetings durchführen und moderieren
  • Meetings nachbereiten
  • Telefonate mit Kunden führen 
  • Konzeptionelle Arbeit durchführen, wie z.B.:
    Präsentationen erstellen, Konzepte erstellen, Termine planen
  • Auswertungen durchführen
  • Tage nachbereiten und Vorschau auf die nächsten Tage 
Pielen und Partner Team - Silja Forster

„Mein Arbeitsalltag ist geprägt von verschiedenen Calls mit dem Kunden, Abstimmungsrunden, Vorbereitungen von Entscheidungsvorlagen, dem Vorantreiben der einzelnen Prozessbausteine sowie dem Schreiben von diversen Konzepten.“

Silja Forster

Was sind die Voraussetzungen für den Beruf des Beraters?

Einen vorgeschriebenen Bildungsweg für die Karriere als Berater gibt es zwar nicht, jedoch wird aufgrund der täglich variierenden Aufgaben und Bedingungen ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor- oder Masterstudium gefordert.

Zudem ist es, vor allem für Quereinsteiger, besonders empfehlenswert, als Werkstudent oder Praktikant bereits früh Praxiserfahrung zu sammeln und gegebenenfalls erste Kontakte zu knüpfen. Mit genügend praktischer Erfahrung gelingt der Einstieg in die Consultingbranche in der Regel sehr schnell. Da Arbeitsstellen häufig bevorzugt an ehemalige Praktikanten vergeben werden, ist ein vorangegangenes Praktikum oder eine ähnliche Anstellung im bevorzugten Unternehmen empfehlenswert. 

Auch Auslandserfahrungen sind ausgesprochen hilfreich, da die meisten Beratungsunternehmen gute bis sehr gute Englischkenntnisse fordern, um den Anforderungen von internationalen Unternehmen gerecht zu werden.

Wichtig ist auch, sich schnell auf neue Anforderungen einstellen zu können. Denn Situationen sind von Mandant zu Mandant sehr unterschiedlich. Ein Berater betreut oft mehrere (Teil-)Projekte gleichzeitig, weshalb ein schnelles und situationsbedingtes Umschalten unabdinglich ist.

Studiengang Berater Junior Berater
1. Wirtschaftswissenschaften45 %46 %
2. Informatik15 %18 %
3. Ingenieurswissenschaften11 %14 %
4. Naturwissenschaften7 %9 %
5. Rechtswissenschaften4 %1 %
6. Mathematik3 %4 %
7. Sozialwissenschaften3 %1 %
8. Geisteswissenschaften2 %2 %
9. Sonstige Studienabschlüsse8 %4 %
10. Keinen Studienabschluss2 %1 %
Quelle: BDU

Zudem geht der Beruf des Beraters mit einer hohen Reisetätigkeit einher. Deshalb muss sich ein Berater meist in kurzer Zeit an neue Arbeitsumfelder, Kollegen und Aufgaben anpassen können.

Neben betriebswirtschaftlichen Fachkenntnissen werden folglich auch eine Vielzahl an Softskills benötigt:

Welche Tipps können unsere Berater Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

  • Präsentieren und Moderieren in Meetings üben
  • Gut zuzuhören können und auch „zwischen den Zeilen“ lesen lernen
  • Sich Zeit nehmen, um in die Rolle des Beraters hineinzuwachsen
  • Sich nicht zu sehr unter Druck setzen lassen
  • Networking! Beziehungen ermöglichen neue Wege und Möglichkeiten
  • Es ist wichtig, Dinge anders zu denken und mehr zu leisten als gefordert

„Es ist selten ein Tag wie der andere {…}, das macht das Leben eines Beraters aus.“

Jana Gassner